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Die Geschichte des Gottfried August Bürger Museums
Bürgers Geburtshaus um 1850 (Sammlung Helmut Scherer)
 Deutsche Dichterhäuser. In: Ueber Land und Meer. Allgemeine Illustrierte Zeitung.No. 51. 1867. (Sammlung Klaus Damert)
Der zugehörige Beitrag in der ONLINE-BIBLIOTHEK.
Eine Spendenkarte für das Bürgerdenkmal von 1903 (Sammlung Helmut Scherer)
“ein Bild von der Pfarre in Molmerswende, aufgenommen um 1909” Offensichtlich eine Bleistiftzeichnung, Postkarte 1917 gestempelt. (Sammlung Klaus Damert)
 Eine Postkarte von 1912 mit Miniaturansicht des Geburtshauses von G.A. Bürger. (Sammlung Klaus Damert)
Das von mehreren Familien bewohnte Haus 1956. (Sammlung Helmut Scherer)

Möglicherweise das Ende eines historischen Ensembles: einen Tag vor den 9. Molmerswender Kunsttagen wurde der Turm von Bürgers Taufkirche für einsturzgefährdet
erklärt, nachdem vorher die gesamte Nordwand erneuert wurde. Der Turm soll nun komplett abgerissen werden - damit geht der Denkmalschutz verloren und an einen Neuaufbau ist dann wohl nicht zu denken!
Gegen diese Vorgehensweise erhebt der Förderverein Gottfried-August-Bürger-Molmerswende e.V. Protest!

19.08.2009: Der Abriss (heute positiv Rückbau) hat begonnen. Links die Turmhaube kurz vor der Bodenberührung. Rechts die Kirche mit Turmstumpf.

Die kleine bronzene und die große eiserne Glocke auf dem Weg ins Asyl. Rechts ein ungewohnter Blick auf die Wetterfahne - vom Dach des Museums aus.
Hier noch ein kleiner Rückblick auf die Arbeitsweise von 1949 an der Molmerswender Kirche:
Eine Aufnahme von Reparaturarbeiten 1949. Mit einfachsten Mitteln, wenigen Stämmen, wird das Fachwerkteil
des Turmes abgestützt und anschließend wird der Sockel darunter neu mit Feldsteinen und Lehm gemauert.
Arbeitsstand an Kirche vom 8.09.2009

Links der Turm am 6.09.2009. Rechts der Container mit Balken am 8.09.2009. Diese Balken stammen aus dem unteren, schlechter erhaltenen
Turmteil. Zur Erinnerung: Öffentlich wurde erklärt, dass der Turm akut einsturzgefährdet ist, weil 80% des Holzes sehr stark geschädigt sind.
Als kleiner Nachtrag zwei Aufnahmen, die beim Abnehmen der Turmspitze vom Dachfenster des Gottfried August Bürger Museums aufgenommen wurden (Ausschnitte):
Ansicht der Haube von unten, die Reste der Zapfen sind noch zu sehen.
Das Traggerüst der Haube, auf dem Boden stehend. Für den Laien beeindruckend, durch die Sägeschnitte gut zu sehen: die Qualität des Holzes - wie neu.
Bereits vor 1945 gab es in Molmerswende eine Gottfried-August-Bürger-Gemeinde. Darüber ist nichts Näheres bekannt. Am 5.03.1948 erfolgte
eine Neugründung, zunächst mit 6 Mitgliedern, nach kurzer Zeit waren es bereits 32. Vorsitzender war Friedrich Keubler-Böhm, der Sohn des
ehemaligen Reichstagsabgeordneten (der sich ebenfalls für Bürger einsetzte) aus Molmerswende.
Zum 200. Geburtstag des Dichters wurde am 8. Januar 1948 eine "Bürger"-Feier in Molmerswende veranstaltet. Aus diesem Anlaß stellte die
Landesregierung von Sachsen-Anhalt 3 000 M bereit. Damit konnte das erste kleine Museum eingerichtet werden, es bestand nur aus einem
Raum. Die Inventarliste enthält 21 Objekte. Dieses Museum bestand bis 1953 und wurde von dem Lehrer Georg Langlotz betreut.
Die SED-Kreisleitung überführte die Bürger-Gemeinde in den Kulturbund, trotzdem existierte die Bürgergemeinde bis 1954.
Das Geburtshaus Bürgers wurde nach dem 2. Weltkrieg als Wohnhaus genutzt. Für die Geschichte des Museums spielt Robert Poppe eine
besondere Rolle. Er war von 1964 an Bürgermeister in Molmerswende. Das Bild aus der "Freiheit" vom 29.06.1979 zeigt ihn mit dem damaligen Museumsleiter Arno Krüger.
Das Volksfest zum 125. Geburtstag der Feuerwehr 1965 wurde zu einer großen Bürgerfeier umgewidmet: bis zu 400 Einwohner, auch aus den
benachbarten Dörfern, probten fast ein Jahr für den historischen Umzug. Poppe organisierte Mitstreiter und beschaffte Geld. Radio DDR
berichtete mehrfach aus Molmerswende, Bach-Preisträger Christian Collum spielte oft auf der Orgel der Dorfkirche - um nur ein Beispiel zu nennen. Heute hängt ein Portrait Robert Poppes am Eingang des Museums.
Ähnliche Feste fanden seitdem jährlich statt. Dabei wurde auch regelmäßig eine Bürger-Medaille vergeben.
Unter fachlicher Anleitung von Dr. W.Friedrich und Prof.Th. Höhle (MLU-Halle, Sektion Germanistik) wurde auf Initiative des damaligen
Bürgermeisters Robert Poppe 1965 ein aus zwei Räumen bestehendes Museum eingerichtet: ein Raum war Bürger gewidmet, ein Raum seinem "Münchhausen".
 Abbildung aus: Tourist-Führer: Literatur Dichter, Stätten, Episoden. Berlin Leipzig 1988
Von 1968 bis 1983 war Arno Krüger Leiter des Museums. Seit 1983 wird das Haus nicht mehr bewohnt, deshalb konnte das ganze Gebäude
genutzt werden. 1993 wurde mit den Vorbereitungen zur Neugestaltung des Museums begonnen. Der 1991 gegründete Freundeskreis Kunst und
Literatur Harz e.V. unter Leitung von Renate Koschitzki beteiligte sich an der Planung und Durchführung dieses Vorhabens. Unter fachlicher
Anleitung von Herrn Prof. Thomas Höhle (Uni Halle) erarbeiteten Herr Dr. Scholke (Gleimhaus Halberstadt) und der Dipl. Graphikdesigner
Czechowski (Halle) das Projekt. Aus Anlaß des 200. Todestages Bürgers wurde 1994 das Museum in seiner jetzigen Form eröffnet.
Die Konzeption des Museums
Die Hintergründe für die Einrichtung des neuen Bürgermuseums, sein Konzept des Museums sowie die räumliche als auch inhaltliche Gliederung
legt Prof. Höhle in seiner Arbeit von 1996 dar. Nicht zuletzt weist er auch auf den im Wort "Literaturmuseum" selbst steckenden Widerspruch hin. Der Dichter Gottfried August Bürger und sein Museum Einen Schwerpunkt des Museums bildet das Thema "Münchhausen" - diesem Thema ist ein separater Raum gewidmet. Das Museum verfügt
über eine umfangreiche Sammlung von Münchhausen-Ausgaben.
Anschrift: Bürger-Museum 06543 Molmerswende
Hauptstr. 14 Tel. + Fax : (034779) 20580 oder 20247 Öffnungszeiten: ganzjährig
Dienstag bis Freitag 10.00 - 16.00 Uhr
Sonnabend 13.00 - 16.00 Uhr
Sonntag 10.00 - 12.00 Uhr
und nach Vereinbarung
Neu im Museum (2008)
 Kupferstich in Punktiermanier von Fiedler, “Fiedler sc Hanau”
Ein Geschenk von Herrn Heinrich Tuitje (Göttingen), Weihnachten 2008
Neu im Museum (2007): Bereicherung der deutschen Sprache durch Gottfried August Bürger
In der "Zeitschrift für Deutsche Wortforschung" 1912/13 ist ein Beitrag von Charles Reining mit dem Titel "G. A. Bürger als Bereicherer der
deutschen Sprache" enthalten. Als Ergebnis von Forschungsarbeiten werden 1018 deutsche Worte gefunden, die auf Bürger zurückgehen. Das
beginnt mit "Ackerflur" und endet bei "Zottellöckchen". Selbst häufig gebrauchte Worte wie "Lausejunge", "querfeldein" oder "Haremswächter" gehen auf Bürger zurück.
Einige der am häufigsten verwendeten Wortbildungen sind im Museum präsentiert.
Neu im Museum (2006): Bürger in der Ruhmeshalle Walhalla
Hier der auf einer Tafel im Museum gezeigte Text:
Nach der Niederlage Preußens gegen Napoleon 1807 ließ Bayernkönig Ludwig I. (1786 – 1868) am Donauufer bei Regensburg die Ruhmeshalle
Walhalla (wörtlich: Totenhalle) errichten. Ziel war es, „rühmlich ausgezeichnete Teutsche“in einem Ehrentempel des Vaterlandes zu vereinen. Im
Jahre 1842 wurde die Walhalla eröffnet. Ludwig I. verfügte: „Kein Stand nicht, auch das weibliche Geschlecht nicht, ist ausgeschlossen. Gleichheit
besteht in der Walhalla, hebt doch der Tod jeden irdischen Unterschied auf.“
Zu den 160 Geehrten gehörten Persönlichkeiten „teutscher Zunge“aus Schweden, Österreich, England, Holland, Russland, der Schweiz und dem
Baltikum. Die Ehrung erfolgt durch Aufstellung einer Büste oder einer Gedenktafel. Für die Geehrten gibt es keine Laudatio, hier macht Gottfried
August Bürger, der zur „Stammbesetzung“ der Walhalla gehört, eine Ausnahme. Der kunstbeflissene Ludwig I. verfasste persönlich einen
Lebenslauf des von ihm sehr geschätzten Dichters. Die letzten Sätze dieses Dokumentes ersetzen jede Lobeshymne:
„Kein Nachahmer, Urdichter (original) ist Bürger, in Balladen seines Vaterlandes größter. Weil er der teutschen Sprache lebendigen Ausdruck
fand, auf`s Meisterhafteste anwandte, darum wurde ihm eine Stelle Walhalla`s. Wie wenn das Auge ein unbekanntes holdes Land erblickt, so ist
es dem, Bürger`s Werke lesenden Teutschen; freudig überrascht sieht er seiner Sprache ungeahnte Schönheit.“ (Bürger-Lebenslauf und -Lob aus: Walhalla’s Genossen, König Ludwig I. von Bayern
Literarisch-artistische Anstalt, München 1842)
Eine sehr schöne Innenansicht der Walhalla bei Regensburg sowie Aufnahmen der Bürger-Büste von Friedrich Tieck (aus dem Jahr 1817 nach
dem Aquarell von Johann Dominikus Fiorillo von 1789) können Sie in unserem Museum mit freundlicher Genehmigung der Walhalla-Verwaltung in Donaustauf sehen.
Demnächst werden in der Walhalla geehrt: der Mathematiker Carl Friedrich Gauß – 2007, die Philosophin Edith Stein – 2008, der Dichter Heinrich Heine – 2009
Impressionen aus dem Museum Fotos von Heike Wolff
Originalausgabe von Althofs Bürger-Bericht
Die Sammlung "Riede" mit vielen wertvollen Münchhausen-Ausgaben konnte für das Museum erworben werden und wird hier begutachtet.
Wandteppich "Münchhausen" von Friederike Happach, Halle 1973
Bürger inmitten seiner radikalen politischen Gedichte
Besonders die "Lenore" hat viele Maler beflügelt, hier Otto Schubert
Ebenfalls "Lenore": Die Toten reiten schnell - Uwe Pfeifer (Halle)
Zentral in Bürgers Leben: seine Ehefrauen. Links unten Elise Hahn, nach der Scheidung als Schauspielerin lebend.
13.06.2010 Neues aus der Anstalt nicht nur beim ZDF! - “Teilsanierung des Museums” -
Am 12. Juni konnte eine große Reisegruppe aus Dresden das nach fast einjähriger Bauzeit wieder einmal geöffnete Gottfried August Bürger Museum hier am Ort besuchen
. Von den neuen Gegebenheiten hier einige Impressionen. :
Die Gräben, in denen die Entwässerungs-
leitungen liegen, wurden verfüllt und es wurde Gras angesät. Wer den Mutterboden vermißt, sollte nicht auf dumme Gedanken kommen: es handelt sich
vielmehr um eine systemrelevante, konjunktur- bildende Maßnahme: nur durch eine verstärkte Zerstörung von existierenden Rasenmähern
kann die Produktion neuer angekurbelt werden.
Der Einsatz von PVC-U Rohren (Polyvinylchlorid - 1912
erfunden) bringt eine spannungsvolle Kombination zwischen dem 18. und dem 20. Jahrhundert - wie langweilig würden sich z.B. Tonrohre ausnehmen. Ewige
Meckerer im Internet behaupten zwar, dass solche Rohre, da nicht UV-stabilisiert, im oberirdischen Bereich keine Zulassung hätten. Das gilt aber doch sicher nicht
im Bereich des Denkmalschutzes! Es handelt sich auch nur um eine Auswahl von neun solcher Schönheiten.
In aufwendiger Tätigkeit konnte die Struktur des Fliesenbelages
im Eingangsbereich wieder sichtbar gemacht werden, man beachte die räumliche Struktur einerseits und die Durchbrechung
des öden Rechteckmusters der Fliesen durch kunstvolle Brüche andererseits. Eine nasse Reinigung wurde verworfen, weil dadurch
die Qualität der Installation zu sehr gelitten hätte.

Die alten Dielen, über die schon der kleine Gottfried August barfuß gelaufen ist, haben durch geschickt aufgetragenes
Schalungsöl sicher nur gewonnen, oder?
 Hier unser neues Glanzstück: an Stelle einer einfachen Holzbalkendecke, die nicht nur im 18. Jahrhundert, sondern
auch im 21. Jahrhundert der ortsansässige Zimmermann preiswert anfertigen konnte bzw. könnte, wurde der technologische Fortschritt in Form einer Stahlbetondecke mit
daraufliegender Isolierung, streng ökologisch ausgewähltem Polystyrol als Dämmaterial sowie einer zusätzlichen Beton- estrichauflage ins Museum gebracht. Um den ewig Gestrigen
entgegen zu kommen, wurden darauf die alten Dielen gelegt. Einer der großen Vorteile des Betons: er setzt erst einmal große Mengen Wassers frei (siehe die Tropfen an der Decke),
was bei dauerhaft geschlossenem Fenster sich enorm positiv auf die im Museum vorhandenen Bücher und Bilder auswirkt: diese dürsten geradezu nach hoher Luftfeuchtigkeit
und wellen sich freudig!
Nicht nur Bücher und Gemälde, auch Schimmelpilze freuen sich über
Feuchtigkeit - in Rekordzeit wachsen sie hier.
Damit die Spuren der Bauarbeiten noch lange
allen Besuchern vorgeführt werden können, wurden die oberen Fenster in preiswerter Weise versiegelt: schließen bevor die neue Farbe getrocknet war.

Der Bürgersche Hass gegen Fürstenwillkür wird hier durch die kunstvolle Zergliederung des Glases über einem Wappen symbolisiert -
leider wurde übersehen, dass es sich um das Bürgersche Wappen handelt..
Eine preiswerte, aber sehr originelle Möglichkeit, den zeitlichen Abstand zwischen gezeigten Exponaten und dem Betrachter deutlich
zu machen, sind diese kunstvoll aufgebrachten Schlieren auf einer Vitrine - nur Kunstbanausen würden dafür den Ausdruck “Dreck” gebrauchen.
Aktualisierung am 04.07.2010
Eine enorme Verbesserung! Das PVC-U-Rohr wurde abgesägt.
Vielleicht sollte auf eine fachgerechte Lösung hingewiesen werden: die Verbindung zwischen unterirdisch verlegtem Rohr und dem
Fallrohr wird mit einem sogenannten Standrohr (früher aus Gußeisen oder Ton) hergestellt und muß dicht sein und
stabil - nicht dünn wie ein Fallrohr! Zu haben in jedem Baumarkt!
Diese offene Schelle, sie läßt sich nicht mehr schließen, sollte
jedem Handwerker die Schamröte ins Gesicht treiben!
 Durch eine Dauerlüftung sind zwar die Tropfen an der Decke verschwunden, durch kondensierendes
Wasser aus der warmen Außenluft werden die kalten Betonwände naß, die rote Farbe rührt vermutlich von Schimmelpilzen her.
 Wenn man Dielen ersetzen muss, sollte man die gleiche Breite wie im Original wählen, und nicht die gerade
im Baumarkt sich im Angebot befindlichen schmalen Brettchen nehmen. Wenn im Original die Nägel sichtbar sind, können sie im Reparaturbereich nicht versenkt und verspachtelt werden.
Eine ganz tolle Lösung! Die Scheuerleiste ist oben gegen
die nicht ausgetrocknete Wand versiegelt, mit Silikon oder oder Acryl - Baustoffe, die sich für ein Denkmal aus dem 18. Jahrhundert verbieten sollten.
Das Resultat: der dunkle Fleck ist Wasser, es kommt unter
der Leiste aus der Wand.
 Wenn man erstmalig Lehmputz übt, sollte man nicht in einem denkmalgeschützten Haus beginnen.
Der Putz ist nicht ausgetrocknet, er bekommt immer mehr Risse, wurde trotzdem schon überstrichen - ob die Farbe dafür geeignet war, ist sehr fraglich. Die grauen Flecke sind Schimmel. Ob dieser Schimmel
gesundheitsgefährdend ist, wäre zu untersuchen, schließlich handelt es sich um ein Haus, in dem sich Menschen aufhalten.
Das Allerneueste aus der Anstalt, vom 20.07.2010
Jetzt hat der Schreiber dieser Zeilen ein Problem, da Bilder mehr als tausend Worte sagen, schildern zwei Bilder dieses Problem.

Links ein Zeitungsauschnitt (MZ vom 17. Juli), rechts die Decke des feuchten Kellers am gleichen Tage - die dunklen Flecken sind Wasser, das schwarze Loch ist der
Beginn einer Zwangslüftung, die zu dem weiter oben gezeigten Doppelbogen aus museumstauglichem PVC-U führt. Fünf Tage vorher belehrte das Bauamt: “Abschließend ist
festzustellen, dass für alle Sanierungsmaßnahmen die denkmalrechtliche Genehmigung vorliegtund die Arbeiten ordnungsgemäß, fachgerecht und in Abstimmung mit der
unteren Denkmalschutzbehörde ausgeführt worden sind.” Außerdem: “Die Flecken [verschüttetes Schalöl] bilden aus Sicht der unteren Denkmalschutzbehörde keinen störenden Faktor für das Gesamterscheinungsbild.”
Nun könnte man mäkeln, dass das verschüttete Schalöl eine Sachbeschädigung wie ein Graffiti ist, aber als ehemalige DDR-Bürger kennen wir ja noch den Satz: “Die
Genossen werden sich schon was dabei gedacht haben.” Also versuchen wir, diesen Gedankengang zu ergründen.
Diese “Querlüftung” wurde eingebaut, um Hausschwamm in der Holzdecke zu bekämpfen. War es denn nicht sehr nobel, dass der Schwamm sich wenigstens an
warmen Tagen noch einmal schön mit Feuchtigkeit vollsaugen konnte. ehe ihm der Garaus gemacht wurde? Aber was ist mit dem jetzigen Zustand? Nun, wir wissen ja,
dass die Sachsen-Anhalter früher aufstehen, in MSH scheinbar besonders früh. Was machen sie mit der gewonnenen Zeit? Sie gucken in die Kristallkugel um die Zukunft zu
erforschen. Dabei haben sie gesehen, dass es keine Erderwärmung, sondern eine baldige Eiszeit geben wird. Da die Außentemperatur dann dauerhaft unter der
Kellertemperatur liegt, ist das Gottfried August Bürger Museum in Molmerswende schon jetzt bestens darauf eingerichtet, dann gibt es immer einen trockenen Keller.
Nun gibt es immer Zweifler, die von Alternativlosigkeit nichts halten. Die finden eine alternative Erklärung in dem schönen Märchen von des Kaisers neuen Kleidern.
Dieses Kind mit seinem flotten Spruch ist vermutlich schon in die Jahre gekommen. Wer aber diese Dame einmal trifft, richte ihr bitte aus, dass sie dringend hier gebraucht wird.
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