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18.Jh.
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19.Jh.
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ab 1900
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Wir sind hier: Glanzpunkte

Hier soll auf Besonderheiten hingewiesen werden, die der Interessierte auf unserer Homepage finden kann. Je nach Betrachter können das unterschiedliche Dinge sein. Ein Forscher könnte sich z.B. über einen Artikel von Edwin Hörnle in der Arbeiterjugend von 1911 freuen - dort wird man vermutlich nicht nach Literatur über Bürger suchen. In mehr als zwanzig Dissertationen (im Volltext) kann geblättert werden. Nicht nur für den Bibliophilen interessant:

    Faksimile in Farbe von fünf Göttinger Musenalmanachen: 1771177217741778 und 1793

    Faksimilierte Erstausgaben von Bürgers Gedichten und anderen Werken, darunter die ersten beiden 
               Münchhausen-Ausgaben von
1786 und 1788.

    Illustrationen von mehr als 120 Künstlern zu Werken Bürgers, z.B. von Lovis Corinth zur
               Königin von Golkonde.

Für den Forscher eine Fundgrube: im Abschnitt Bürger-Rezeption wird die Rezeption von Bürgers Werk bis in die Gegenwart mit Zitaten aus Werken von mehr als 500 Autoren belegt; sehr kontrovers dabei die Diskussion der Schillerschen Rezension von 1791.

Letztlich findet man auch Vertonungen Bürgerscher Werke, z.B. die von Käthe Röschke gesungenen:
  -
Reichardt “Lenore”
  -
Zumsteegs “Die Entführung”
  -
J.A.P. Schulzs “Winterlied” oder
  -
Beethovens “Seufzer eines Ungeliebten und Gegenliebe”
 

Von besonderer Bedeutung sind Funde, die der Bürger-Forschung bisher entgangen sind. Nur einige davon seien hier herausgehoben:

    ein bisher unbekannter Brief von Bürger an Gotthelf Friedrich Oesfeld, Göttingen, den 4. October 1786.    
    ein bisher unbekannter Brief von
Bürger an Georg Christoph Lichtenberg, Göttingen, den 8. Jan. 1787

    der Erstduck von
Bürgers Brief an Johann Christian Dietrich vom 14. Februar 1782

    die Illustrationen von Carl von Heideck, die durch finanzielle Zuwendung von Helmut Scherer (Berlin)
                und Dr. med. Karl Kreikenbaum (Northeim) digitalisiert werden konnten.

    die Arbeit von Arnold Schering über Beethovens Klaviersonate Op. 101

Wer sich etwas mit der Rezeption der Bürgerschen Werke beschäftigt, wird bald einen Widerspruch feststellen: die außerordentliche Anerkennung, die Bürgers Balladen und seine Liebeslyrik im 18. und im gesamten 19. Jahrhundert in allen Bevölkerungskreisen genoß will nicht recht zu seiner bescheidenen Rolle in vielen Literaturgeschichten des 20. Jahrhunderts passen, in denen Bürgers Werk auf die Lenore reduziert ist. Eine Analyse findet sich in dem Aufsatz Rufmord klassisch : die Abwertung Bürgers ist eine direkte Folge der Sakralisierung Schillers, die auch in zwei deutschen Diktaturen gepflegt wurde.

 

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