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Wir sind hier: Rund um Bürger > Illustrationen Adeline bis Der Bruder Graurock und die Pilgerin

Illustrationen zu Bürgers Werk - geordnet nach Werken
Leonore (Anonym bis Boulanger) * Lenore (Chodowiecki bis Moreau) * Lenore (Neureuther bie Rochussen) * Lenore (Ruhl bis Zwecker) * Adeline * An die Menschengesichter * Das Dörfchen * Das Lied vom braven Mann * Das Lied von TreueDas Mädel das ich meine * Der Bruder Graurock und die Pilgerin * Der Hund aus der Pfennigschenke * Der Kaiser und der Abt * Der Ritter und sein Liebchen * Der Raubgraf * Der wilde Jäger * Der wohlgesinnte Liebhaber * Des Pfarrers Tochter von Taubenhain * Des Schäfers Liebeswerbung * Die beiden Liebenden * Die Entführung * Die Königin von Golkonde * Die Kuh * Die Nachtfeier der Venus * Die Umarmung * Die Unvergleichliche * Die Weiber von Weinsberg * Frau Schnips * Für wen, du gutes deutsches Volk * Graf Walter * Heloise an Abelard * Homers Ilias * Hummellied
* Lenardo und Blandine * Liebeszauber * Macbeth * Mamsell La Regle * Männerkeuschheit * Nachruf an Friederiken * Naturrecht * Neue weltliche hochteutsche Reime * Notgedrungene Epistel * Ossian * Robert * Sanct Stephan * Schwanenlied  * Sinnesänderung * Ständchen * Straflied * Trautel * Untreue über Alles * Veit Ehrenwort * Münchhausen * Hinweis auf weitere Illustrationen

 

Adeline von Frank Stone. In: Der deutschen Dichter Frauensaal. Eine Sammlung weiblicher Bildnisse als Zierden zu den classischen Dichtern Deutschlands. BUERGER. 1836  (Sammlung Klaus Damert)

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    Wandelt sie beim hohen Festchorale
    Durch den Tempel zu des Herren Mahle,
    Huldigung und Himmelswunsch im Blick,
    Ach, so wähn´ ich Gottes Braut zu schauen;
    Mir entsinket alle mein Vertrauen,
    Und die Liebe bebt vor ihr zurück.

    Aber seh´ ich, wie im Alltagskreise,
    Frei und fröhlich, doch nach Sitt´ und Weise,
    Sie so mädchenhaft sich haben kann;
    Wie sie Scherz und Ernst so lieblich kleidet,
    und um ihre Huld sich alles neidet:
    Dann wagt Liebe wieder sich heran.

    Ehrfurcht neigt sich ihr im Engelsglanze.
    Lieb´ umschmeichelt sie, im Mädchenkranze
    Sanfter Myrten, ohne Himmelsschein.
    Ach! so himmlisch dünke sie stets allen!
    Aber meiner Liebe zu gefallen,
    Hold und magisch meinem Blick allein.

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Der zugehörige Text im Frauensaal
 

 

An die Menschengesichter von Dieter Goltzsche,signiert. (Sammlung des Gottfried August Bürger Museums Molmerswende)

Gottfried August Bürger, An die Menschengesichter,Dieter Goltzsche  
  
   Strophen 1-3:
   Ich habe was Liebes, das hab´ ich zu lieb;
   Was kann ich, was kann ich dafür?
   D´rum sind mir die Menschengesichter nicht hold:
   Doch spinn´ ich ja leider nicht Seide, noch Gold,
   Ich spinne nur Herzeleid mir.

   Auch mich hat was Liebes im Herzen zu lieb;
   Was kann es, was kann es für´s Herz?
   Auch ihm sind die Menschengesichter nicht hold:
   Doch spinnt es ja leider nicht Seide noch Gold,
   Es spinnt sich nur Elend und Schmerz.

   Wir seufzen und sehnen, wir schmachten uns nach,
   Wir sehnen und seufzen uns krank.
   Die Menschengesichter verargen uns das;
   Sie reden, sie thun uns bald dies und bald das;
   Und schmieden uns Fessel und Zwang
.

 

Das Dörfchen von Blaschke, In: Auswahl interessanter historischer Gedichte, bestehend aus Balladen, Romanzen und Mährchen, Wien 1808 (Digitalisiert von Google)

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Das Lied vom braven Mann von Albrecht Appelhans. In: SINGEN UND SAGEN, GROSSE DEUTSCHE BALLADEN, DEUTSCHER 
BÜCHERBUND STUTTGART . HAMBURG o.J. (Sammlung Klaus Damert)

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Das Lied vom braven Mann von B.S & Co. In: Der deutsche Spielmann, Band XIX: Bach und Strom, 1905 (Sammlung Helmut Scherer)

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Das Lied vom braven Mann von Daniel Chodowiecki (nachgestochen von Riepenhausen) . In: Gedichte von Gottfried August Bürger. Zweyter Theil. Mit Kupfern. Göttingen bey Johann Christian Dieterich 1789. (Sammlung Helmut Scherer)

Gottfried August Bürger, Das Lied vom braven Mann,Daniel Chodowiecki


  
Strophen 18-19:
  
Hier rief der Graf, mein wackrer Freund !
   Hier ist dein Preis ! Komm her! Nimm hin!” -
   Sag an, war das nicht brav gemeint?
   Bey Gott! der Graf trug hohen Sinn. -
   Doch höher und himmlischer, wahrlich! schlug
   Das Herz, das der Bauer im Kittel trug.

   “Mein Leben ist für Gold nicht feil.
   Arm bin ich zwar, doch ess´ich satt.
   Dem Zöllner werd´eur Gold zu Theil,
   Der Hab´und Gut verloren hat!”
   So rief er, mit herzlichem Biederton,
   Und wandte den Rücken und ging davon.

 

Das Lied vom braven Mann von Ph. Foltz im Servicezimmer der Königin (Königsbau der Münchner Residenz). In: Die Prunkappartements Ludwigs I. im Königsbau der Münchner Residenz. 1992.

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  Es handelt sich hier um ein Aquarell, das John Gregory Crace um 1843 angefertigt hat.

  Die Anordnung der Illustrationen zu Werken G.A. Bürgers an der Ostwand des 
  Servicezimmers der Königin zeigt eine Tafel aus dem Klenzewerk: Tafel XIII. (Leo von
  Klenze - Architekt des Königsbaus und der Walhalla bei Regensburg).

 

Das Lied vom braven Mann von Carl von Heideck.
Wiedergabe ermöglicht durch eine Spende von Dr. med. Karl Kreikenbaum (Northeim) und Helmut Scherer (Berlin). Foto: Volker-H. Schneider.

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Das Lied vom braven Mann von Cl. Kohl. In: Bürgers Gedichte , Wien 1796, digitalisiert von Google

    

 

Das Lied vom braven Mann von Franz Kolbrand. In: G.A.Bürger Balladen, Hg. Erich Ebstein 1920. (Sammlung Klaus Damert)

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   Strophen 3-5:

   Am Hochgebirge schmolz der Schnee;
   Der Sturz von tausend Wassern scholl;
   Das Wiesenthal begrub ein See;
   Des Landes Heerstrom wuchs und schwoll;
   Hoch rollten die Wogen, entlang ihr Gleis,
   Und rollten gewaltige Felsen Eis.

   Auf Pfeilern und auf Bogen schwer,
   Aus Quaderstein von unten auf,
   Lag eine Brücke d´rüber her;
   Und mitten stand ein Häuschen d´rauf.
   Hier wohnte der Zöllner, mit Weib und Kind. .-
   “O Zöllner! o Zöllner! Entfleuch geschwind!”

   Es dröhn und dröhnte dumpf heran,
   Lauf heulten Sturm und Wog´ um´s Haus.
   Der Zöllner sprang zum Dach hinan,
   Und blickt´ in den Tumult hinaus. -
   “Barmherziger Himmel! Erbarme dich!
   Verloren! Verloren! Wer rettet mich?” -

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   Strophen 8-10:

   Hoch auf dem fernen Ufer stand
   Ein Schwarm von Gaffern, groß und klein;
   Und Jeder schrie und rang die Hand,
   Doch mochte Niemand Retter seyn.
   Der bebende Zöllner, mit Weib und Kind,
   Durchheulte nach Rettung den Strom und Wind. -

   Wann klingst du, Lied vom braven Mnn,
   Wie Orgelton und Glockenklang?
   Wohlan! So nenn´ ihn, nenn´ ihn dann!
   Wann nennst du ihn, mein schönster Sang?
   Bald nahet der Mitte der Umsturz sich.
   O braver Mann! braver Mann! zeige dich!

   Rasch galoppirt´ ein Graf hervor,
   Auf hohem Roß ein edler Graf.
   Was hielt des Grafen Hand empor?
   Ein Beutel war es, voll und straff. -
   “Zweyhundert Pistolen sind zugesagt
   Dem, welcher die Rettung der Armen wagt.”

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  Strophe 13-15:

  “Halloh! Halloh! Frisch auf gewagt!”
  Hoch hielt der Graf den Preis empor.
  Ein Jeder hört´s, doch Jeder zagt,
  Aus Tausenden tritt Keiner vor.
  Vergebens durchheulte, mit Weib und Kind,
  Der Zöllner nach Rettung den Strom und Wind. -

  Sie, schlecht und recht, ein Bauersmann
  Am Wanderstabe schritt daher,
  Mit grobem Kittel angethan,
  An Wuchs und Antliz hoch und hehr.
  Er hörte den Grafen; vernahm sein Wort;
  Und schaute das nahe Verderben dort.

  Und kühn in Gottes Namen, sprang
  Er in den nächsten Fischerkahn;
  Trotz Wirbel, Sturm, und Wogendrang,
  Kam der Erretter glücklich an:
  Doch wehe! der Nachen war allzuklein,
  Der Retter von Allen zugleich zu seyn.

 

Das Lied vom braven Mann von Theobald von Oer. In: Deutsches Balladenbuch 1933. Neudruck der Erstausgabe von 1852

Gottfried August Bürger, Das Lied vom braven Mann,Theobald von Oer

      
   Strophen 15-16:
   Und kühn in Gottes Namen, sprang
   Er in den nächsten Fischerkahn;
   Trotz Wirbel, Sturm, und Wogendrang,
   Kam der Erretter glücklich an:
   Doch wehe! der Nachen war allzuklein,
   Der Retter von Allen zugleich zu sein.

   Und dreimal zwang er seinen Kahn,
   Trotz Wirbel, Sturm, und Wogendrang:
   Und dreimal kam er glücklich an,
   Bis ihm die Rettung ganz gelang.
   Kaum kamen die Letzten in sichern Port;
   So rollte das letzte Getrümmer fort.

 

Das Lied vom braven Mann von Uwe Pfeifer. In: Gottfried August Bürger / Hurra! die Toten reiten schnell! /
                                         Fünf Balladen und eine Erzählung. Helmut Scherer-Verlag 1994

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Das Lied vom braven Mann von Moritz Retzsch. In:Umrisse zu Buerger´s Balladen [...] Leipzig 1840
 (Sammlung Helmut Scherer)

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   Strophe 10:
   Rasch galoppiert´ ein Graf hervor,
   Auf hohem Roß ein edler Graf.
   Was hielt des Grafen Hand empor?
   Ein Beutel war es, voll und straff. -
   “Zweihundert Pistolen sind zugesagt
   Dem, welcher die Rettung der Armen wagt.”

 

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   Strophe 15:
   Und kühn in Gottes Namen, sprang
   Er in den nächsten Fischerkahn;
   Trotz Wirbel, Sturm, und Wogendrang,
   Kam der Erretter glücklich an:
   Doch wehe! Der Nachen war allzuklein,
   Der Retter von Allen zugleich zu sein.

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   Strophe 16:
   Und dreimal zwang er seinen Kahn,
   Trotz Wirbel, Sturm, und Wogendrang;
   Und dreimal kam er glücklich an,
   Bis ihm die Rettung ganz gelang.
   Kaum kamen die letzten in sichern Port;
   So rollte das letzte Getrümmer fort. -

 

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   Strophe 19:
   ”Mein Leben ist für Gold nicht feil.
   Arm bin ich zwar, doch ess´ ich satt.
   Dem Zöllner werd´ eur Gold zu Teil,
   Der Hab´ und Gut verloren hat!”
   So rief er, mit herzlichem Biederton,
   Und wandte den Rücken und ging davon. -

 

 

Das Lied vom braven Mann von Armin Sandig. Handsignierte farbige Original Radierung. Motivgröße: 32,6 x 25,7 cm, Blattgröße: 53,2 x 39 cm. Entstehungsjahr 1975.

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Das Lied vom braven Mann von Anonym. In: Vier Balladen und anderes von Gottfried August August Bürger. Ein Heft aus der Hausbücherei der frischen Resi [1928]. Verlag der Vereinigten Margarine-Werke vorm. Hch, Lang & Söhne, vorm. Salb & Wohl, Nürnberg.

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   Strophen 3-5:

   Am Hochgebirge schmolz der Schnee;
   Der Sturz von tausend Wassern scholl;
   Das Wiesenthal begrub ein See;
   Des Landes Heerstrom wuchs und schwoll;
   Hoch rollten die Wogen, entlang ihr Gleis,
   Und rollten gewaltige Felsen Eis.

   Auf Pfeilern und auf Bogen schwer,
   Aus Quaderstein von unten auf,
   Lag eine Brücke d´rüber her;
   Und mitten stand ein Häuschen d´rauf.
   Hier wohnte der Zöllner, mit Weib und Kind. .-
   “O Zöllner! o Zöllner! Entfleuch geschwind!”

   Es dröhn und dröhnte dumpf heran,
   Lauf heulten Sturm und Wog´ um´s Haus.
   Der Zöllner sprang zum Dach hinan,
   Und blickt´ in den Tumult hinaus. -
   “Barmherziger Himmel! Erbarme dich!
   Verloren! Verloren! Wer rettet mich?” -  

 

Das Lied vom braven Mann von Jos. Stöber. In: G. A. Bürger's sämmtliche Gedichte, Wien 1825, Mausberger's Druck und Verlag (Sammlung Klaus Damert)

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Das Lied vom braven Mann von Cl. Kohl. In Auswahl interessanter historischer Gedichte, bestehend aus Balladen, Romanzen und Mährchen, Wien 1808 (Digitalisiert von Google)

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Das Lied von Treue von Carl von Heideck.
Wiedergabe ermöglicht durch eine Spende von Dr. med. Karl Kreikenbaum (Northeim) und Helmut Scherer (Berlin). Foto: Volker-H. Schneider.

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Das Lied von Treue von Franz Kolbrand. In: G.A.Bürger Balladen, Hg. Erich Ebstein 1920. (Sammlung Klaus Damert)

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   Strophe 1:

   Wer gern treu eigen sein Liebchen hat,
   Den necken Stadt
   Und Hof mit gar mancherley Sorgen.
   Der Marschall von Holm, den das Necken verdroß,
   Hielt klüglich deswegen auf ländlichem Schloß
   Seitweges sein Liebchen verborgen.

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   Strophe 15:

   “Verruchter Räuber, halt an, halt an,
   Und steh dem Mann,
   An dem du Verdammniß erfrevelt!
   Verschlänge doch stracks dich ihr glühender Schlund!
   Und müßtest du ewig da flackern, o Hund,
   Vom Zeh bis zum Wirbel beschwefelt!”

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    Strophe 34:

    Er schnalzt und klopfet wohl sanft aufs Knie,
    Lockt freundlich sie
    Durch alle gefälligen Töne.
    Er weiset vergebens sein Zuckerbrot vor.
    Sie weichen und springen am Marschall empor,
    Und weisen dem Junker die Zähne.

 

Das Lied von Treue von Jos. Stöber. In: G. A. Bürger's sämmtliche Gedichte, Wien 1825, Mausberger's Druck und Verlag (Sammlung Klaus Damert)

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Das Mädel das ich meine von Anonym. In: Deutsche Aria von Bürger. in Music gesezt von Hrn Major von Beecke. Digitalisiert von Badische Landesbibliothek Karlsruhe

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Der Bruder Graurock und die Pilgerin von Daniel Chodowiecki (nachgestochen von Riepenhausen). In: Gedichte von Gottfried August Bürger. Zweyter Theil. Mit Kupfern. Göttingen bey Johann Christian Dieterich 1789. (Sammlung Helmut Scherer)

Gottfried August Bürger,Bruder Graurock und die Pilgerin,Daniel Chodowiecki     
   Strophen 1-3:
   Ein Pilgermädel, jung und schön,
   Wallt auf ein Kloster zu.
   Sie zog das Glöcklein an dem Thor;
   Ein Bruder Graurock trat hervor,
   Halbbarfuß ohne Schuh.

   Sie sprach: “Gelobt sey Jesus Christ! - “
   “In Ewigkeit!” sprach er.
   Gar wunderseltsam ihm geschah;
   Und als er ihr ins Auge sah,
   Da schlug sein Herz noch mehr.

   Die Pilgerinn mit leisem Ton,
   Voll holder Schüchternheit:
   “Ehrwürdiger, o meldet mir,
   Weilt nicht mein Herzgeliebter hier
   In Klostereinsamkeit?”

 

Der Bruder Graurock und die Pilgerin von Daniel Chodowiecki. Handcoloriert. Im Bestand der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

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Der Bruder Graurock und die Pilgerin von Drechsler. In: Gottfried August Bürger´s Gedichte. Herausgegeben von
        Carl Reinhard. Zweyter Theil. Wien [1796]  (Sammlung Helmut Scherer)

 

Der Bruder Graurock und die Pilgerin von Carl von Heideck.
Wiedergabe ermöglicht durch eine Spende von Dr. med. Karl Kreikenbaum (Northeim) und Helmut Scherer (Berlin). Foto: Volker-H. Schneider.

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Der Bruder Graurock und die Pilgerinn von Franz Kolbrand. In: G.A.Bürger Balladen, Hg. Erich Ebstein 1920.
   Sammlung Klaus Damert)

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   Strophen 1-3:

   Ein Pilgermädel, jung und schön,
   Wallt´ auf ein Kloster zu.
   Sie zog das Glöcklein an dem Thor;
   Ein Bruder Graurock trat hervor,
   Halbbarfuß ohne Schuh.

   Sie sprach:”Gelobt sey Jesus Christ! - “
   “In Ewigkeit!” sprach er.
   Gar wunderseltsam ihm geschah;
   Und als er ihr ins Auge sah,
   Da schlug sein Herz noch mehr.

   Die Pilgerinn mit leisem Ton,
   Voll holder Schüchternheit:
   “Ehrwürdiger, o meldet mir,
   Weilt nicht mein Herzgeliebter hier
   In Klostereinsamkeit?” -

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   Strophen 16-18:

   So seh ich ihn nun nimmermehr?
   O weh! Nun nimmermehr? -
   Nein! Nein! Ihn birgt ein düstres Grab;
   Es regnet d´rauf und schney´t herab;
   Und Gras weht d´rüber her. -

   Wo seyd ihr Augen, blau und klar?
   Ihr Wangen, rosenroth?
   Ihr Lippen, süß wie Nelkenduft? -
   Ach! Alles modert in der Gruft;
   Und mich verzehrt die Noth.” -

   “Kind Gottes, härme so dich nicht!
   Und denk´ wie Männer sind!
   Den Meisten weht´s aus Einer Brust,
   Bald heiß, bald kalt; sie sind zur Lust
   Und Unlust gleich geschwind.”

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    Strophen 26-28:

    Aus hoffmungslosem Liebesschmerz
    Erkohr ich dieß Gewand.
    Bald hätt´ in Klostereinsamkeit
    Mein Leben und mein Herzeleid
    Ein hoher Schwur verbannt.

    Doch, Gott sey Dank! mein Probejahr
    Ist noch nicht ganz herum.
    Fein´s Liebchen, hast du wahr bekannt?
    Und gäbst du mir wohl gern die Hand;
    So kehrt´ ich wieder um.” -

    “Gottlob! Gottlob! Nun fahre hin
    Auf ewig Gram und Noth!
    Willkommen! o willkommen, Lust!
    Komm Herzensjung´ an meine Brust!
    Nun scheid´ uns nichts, als Tod!”

 

Der Bruder Graurock und die Pilgerin von Georg Emanuel Opiz. In: Urania 1829. (Sammlung Heinrich Tuitje)

        Eine zeitgenössische Kritik zu den Illustrationen von G.E. Opiz von 1828.

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      Größeres Bild

 

Der Bruder Graurock und die Pilgerin von Hermann Plüddemann. In: Deutsches Balladenbuch 1933, Neudruck der Erstausgabe von 1852

Gottfried August Bürger, Bruder Graurock und die Pilgerin,Hermann Plüddemann

 

Der Bruder Graurock und die Pilgerin von Rahl. In: Gottfried August Bürger's Gedichte. Herausgegeben von Carl Reinhard. Zweyter Theil. Wien 1815. Bey Ch. Kaulfuss & C. Armbruster. (Sammlung Klaus Damert)

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Der Bruder Graurock und die Pilgerin von Joseph Anton Rhomberg (Ölgemälde), 1820. Original in der Neuen Pinakothek München

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Der Bruder Graurock und die Pilgerinn von Johann Christian Reinhart 1784.

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Der Bruder Graurock und die Pilgerinn von Cl. Kohl. In Auswahl interessanter historischer Gedichte, bestehend aus Balladen, Romanzen und Mährchen, Wien 1808 (Digitalisiert von Google)

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